Heute geht es um das Thema Workation. Der Ausdruck Workation ist eine Kombination aus Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub). Ich hatte gerade das Glück, dass ich die letzten zwei Wochen mal wieder in Spanien arbeiten konnte.

Als ich unterwegs war, hab ich unter anderem auf Instagram und Facebook einen Beitrag geteilt, dass ich gerade auf Workation bin. Ich habe ein bisschen darüber erzählt und sehr viele coole Reaktionen erhalten. Eine der genialsten war: „Wow, das heißt, du hast ein Leben, von dem du gar keinen Urlaub mehr brauchst.“ Da ist mir auch erst wieder bewusst geworden, dass es tatsächlich so ist. Und wie dankbar ich dafür bin, dass es so ist.

Früher habe ich so viel gearbeitet, dass ich immer nur auf die Urlaubszeit hingefiebert habe, schon fix und fertig war und im Urlaub manchmal erst einmal eine Woche brauchte, um zu realisieren, dass ich Zeit und Urlaub habe und alles langsam gehen kann. Das war nicht so optimal.

Was steckt hinter einer Workation und wie funktioniert das genau?

Inzwischen ist es anders und es gibt auch ganz normale Urlaubszeiten bei mir, in denen ich gar nicht arbeite. Aber es gibt auch die Arbeitsform der Workation. Das ist etwas, was ich in den letzten Jahren sehr lieben gelernt habe. Die häufigste Frage dazu war, wie das genau funktioniert. Einige schrieben mir, dass es auch schon so lange ihr Ziel wäre, aber sie trauen sich nicht oder es passt noch nicht so richtig. Und da ich jetzt gerade so frisch aus Spanien zurück bin, liegt mir dieses Thema in dieser Folge am Herzen.

Ich möchte beschreiben, dass das ortsunabhängige Arbeiten gut funktionieren kann, wie es für mich sehr gut funktioniert und was ich in der Vorbereitung mache, wie es mit der Technik vor Ort ist und dann ganz konkret mit dem Arbeiten dort klappt.

Fragst du dich, wie ortsunabhängig so ein Trainer-Online-Business tatsächlich sein kann? Dann höre oder lese unbedingt mal hier rein.

Beim ortsunabhängigen Arbeiten von woander aus, ist es nicht immer so, dass ich allein unterwegs bin. Mein Mann ist oft mit dabei. Wenn du mit deinem Partner oder mit der ganzen Familie verreist, dann geht so eine Workation natürlich auch. Aber es ist dann ein bisschen schwieriger, alles unter einen Hut zu bringen. Es sind Menschen da, die andere Zeitvorstellungen haben als du und natürlich auch mit dir Zeit verbringen möchten.

Das A und O ist die Vorbereitung deiner Workation

Zur Vorbereitung gehören verschiedene Fragen, die du dir stellen kannst und solltest und die dir das ortsunabhängige Arbeiten wesentlich leichter machen. Du kannst dir hier meine Checkliste herunterladen und ausdrucken oder abspeichern. Wenn du eine Workation planst, kannst du alle Punkte dann einfach abhaken, um sicherzugehen, dass du gut vorbereitet bist. Weniger Vorbereitung macht das Arbeiten von Ort meistens ein bisschen komplizierter, wenn beispielsweise irgendwelche Kabel fehlen oder dergleichen. Deshalb der Fokus auf die Vorbereitung.

Und so sieht meine Vorbereitung aus

Ob ich eine Workation mache, weiß ich meistens schon ein paar Wochen oder Monate vorher. Ich kann also schon zeitig anfangen, ein wenig darauf hinzusteuern, welche Aufgaben ich vor Ort bearbeiten möchte. Ich kann mir Gedanken dazu machen, was ich beispielsweise an Geräten und Hardware brauchen werde. Brauche ich meinen Laptop? Ist mein Tablet notwendig? Brauche ich eine zusätzliche Webcam? Was ist mit Kopfhörern, extra Mikro oder Ansteckmikro? Je nachdem, wo ich hinfahre, brauche ich eventuell irgendwelche Adapter für meine Stecker.

Das sind ganz konkrete Fragen, die ich mir vorher stelle. Und je nachdem, für welche Kombination zum Mitnehmen ich mich dann entscheide, teste ich diese vorher zu Hause. Das ist meine klare Empfehlung! Gerade wenn du mit der Kombination vielleicht noch nicht häufig gearbeitet hast oder neue Geräte gekauft hast. Es soll ja vor Ort funktionieren.

Welche Ausstattung und Unterlagen nehme ich mit?

Bei mir ist die Ausstattung je nach Workation recht unterschiedlich. Laptop, Notizbuch, Schreibzeug und Smartphone habe ich fast immer dabei und manchmal Kopfhörer und die Webcam. Manchmal bin ich auch mit Minimalausstattung unterwegs und habe nur das Smartphone und Kopfhörer dabei – gegebenenfalls vielleicht noch mein Tablet.

Ich denke auch darüber nach, welche Unterlagen ich möglicherweise brauche und vielleicht vorher ausdrucken sollte. Zu Hause speichere ich zum Beispiel sehr viel in der Dropbox. Dann muss ich immer darauf achten, dass ich auch die richtigen Ordner synchronisiert habe, wenn ich nur mit meinem kleinen Laptop unterwegs bin und ich auf die entsprechenden Dateien Zugriff habe. Größere Dateien lade ich meistens schon zuhause runter, damit ich sie vor Ort offline verfügbar habe.

Wie sehen die technischen Gegebenheiten vor Ort aus? Ist das Internet schnell genug?

Ich mache mir Gedanken darüber, wie es mit dem Internet vor Ort aussieht. Je nachdem, was ich mir vorgenommen habe, brauche ich weniger oder mehr Internet. Die Aufgaben versuche ich so zu planen, dass ich vor Ort nicht so viel Internet brauche. Wichtig ist mir, dass ich die Calls mit meinen 1:1 Kunden ganz normal weitermachen und die aktuellen Online-Kurse betreuen kann, wo immer ich auch gerade bin. Das mache ich meistens über Zoom. Da habe ich bei einem Call nur mit Audio einen Verbrauch von ungefähr 60 Megabyte pro Stunde. Mit Video sind es zwischen 600 und 800 Megabyte – je nach Auflösung.

Das nötige Volumen solltest du auf alle Fälle im Hinterkopf behalten, wenn du möglicherweise nur ein Smartphone mit begrenztem Volumen zur Verfügung hat und kein Hotel oder Working-Space mit unbeschränktem Internet.

Innerhalb der EU kann man ja inzwischen in der Regel das Volumen aus dem Mobilfunkvertrag nutzen. Mein Vertrag zum Beispiel beinhaltet 30 Gigabyte. Das reicht dann vollkommen aus für solche Zwecke. Für andere Länder wie beispielsweise die USA erkundige ich mich schon im Vorfeld zu Hause, was es dort für Prepaid-Karten gibt, die ich mir entweder schon vorab bestelle oder vor Ort holen kann.

Ebenso schaue ich nach Hotels, Internetcafés oder Co-Working Spaces in der Nähe schon im Voraus. Ich musste allerdings auch erst lernen, dass das Internet in den Hotels oft nicht schnell genug ist, vor allem nicht für Video-Calls.

Es empfiehlt sich, vor den Calls zu testen, ob das mit dem vorhandenen Internet funktioniert, sodass man gegebenenfalls noch genügend Zeit hat, nach Alternativen zu suchen. Interessant ist sicherlich, was der Handyvertrag vielleicht in Sachen Internet und Telefonate vom Ausland nach Deutschland schon abdeckt. Manchmal kann man auch für einen gewissen Zeitraum passende Optionen dazubuchen.

Diese beiden Tipps solltest du bei der Vorbereitung auf keinen Fall vergessen

Das sind die Dinge, die sich super von zu Hause aus vorbereiten lassen. Zwei Tipps für die Vorbereitung habe ich noch: Ich suche mir für den Internetzugang immer mindestens eine Alternative. Es kann immer sein, dass irgendetwas vor Ort nicht wie geplant funktioniert. Und ich mache sowohl bei meinem Laptop als auch beim Smartphone die automatischen Updates aus. Denn je nach Betriebssystem kann es passieren, dass unter Umständen in kürzester Zeit mehrere Hundert Megabytes gezogen werden, weil das System möglicherweise genau in diesem Zeitpunkt meint, irgendwelche Dinge aktualisieren zu müssen.

Das Thema Vorbereitung ist also eines der umfangreichsten. Klar kannst du das auch vor Ort alles auf dich zukommen lassen. Aber wenn du vor Ort wirklich effizient arbeiten möchtest, sind diese Gedanken vorab sinnvoll und ermöglichen dir eine stressfreie und produktive Workation.

Was solltest du bei der Arbeit vor Ort beachten?

In der Regel versuche ich, für die Workation den Fokus auf Aufgaben zu legen, die keinen großartigen Internetzugang voraussetzen. Ich nutze hauptsächlich mein Handy als Hotspot für meinen Laptop, wenn ich Kundentermine und Livecalls in den Online-Kursen via Zoom habe. Wenn ich lediglich Audio nutze, wird nur etwa ein Zehntel an Megabytes verbraucht gegenüber einem Call mit Video.

Mein Tablet hat auch ein LTE-Modul für die SIM-Karte, damit ich das gegebenenfalls nutzen kann. Der Laptop hat 13-Zoll-Display mit sehr hohem Helligkeitswert, um auch draußen im Schatten gut arbeiten zu können, und wiegt ungefähr anderthalb Kilogramm. Er ist also sehr kompakt und leicht für unterwegs, darauf habe ich beim Kauf großen Wert gelegt.

So finde ich den perfekten Ausgleich zwischen Arbeiten und Entspannen

Beim Arbeiten vor Ort funktioniert es für mich sehr gut, wenn ich meine Aufgaben und Arbeitszeiten relativ fix plane. Die müssen gar nicht so umfangreich sein. Es hängt auch immer davon ab, worum es gerade konkret geht – ob es das normale Tagesgeschäft ist oder was in der Zeit wirklich fertig werden soll.

Ich mache es meistens so, dass ich morgens etwa zwei Stunden arbeite und dann am späten Nachmittag oder gegen Abend nochmal ungefähr zwei Stunden. Mehr will ich bei einer Workation in der Regel auch gar nicht machen. Denn es ist ja nicht das Ziel, nur zu arbeiten, sondern auch neue Motivation und Inspiration dadurch zu bekommen, dass man woanders ist. Doch ich möchte auch nicht das Gefühl haben, dass ich alles verpasse, weil ich woanders bin, vor allem nicht, wenn ich in neuen Ländern bin. Mein Ziel ist es ja nicht, einfach nur von woanders aus zu arbeiten, sondern Arbeit und Urlaub zu kombinieren.

Wenn ich mir keine halbwegs fixen Zeiten und Aufgaben vornehme, dann lockt eben doch der Strand zu sehr oder andere schöne Dinge, die man machen kann. Zwei Stunden am Morgen vergehen schnell und nochmal so viel gegen Abend – das funktioniert sehr gut für mich.

Wenn ich auch zu Hause vier Stunden pro Tag sehr fokussiert an meinen Themen arbeite, dann schaffe ich da auch verdammt viel. Das klappt nicht jeden Tag während der Workation. Das ist aber okay. Es ist zu Hause ja auch nicht anders, dass es manchmal einfach Tage gibt, an denen man nicht kreativ ist oder aus irgendwelchen Gründen etwas ganz anderes macht. Auch das ist okay. ;-)

Klappt das immer so wie gedacht?

Auf dem Rückweg nach Deutschland mache ich dann immer einen Schnitt, was ich mir vorgenommen hatte, was der Plan war, was ich umgesetzt habe und was davon vielleicht noch offen geblieben ist. Insgesamt bin ich dann immer sehr zufrieden, weil ich jede Menge geschafft habe. Ich hab oft das Gefühl, das ich besser denken kann, wenn ich am Meer bin. Gerade für Konzeptionen von Online-Programmen und für Online-Kurse kommen mir da immer jede Menge neue Ideen.

Fokus für meine letzte Workation waren Texte und mein neues Online-Programm. Allein wenn ich zwischendurch mal am Strand langlaufe oder in der Sonne liege, habe ich ganz kreative Ideen. Es hilft mir sehr, aus diesem normalen Trott von zu Hause zu sein und eine andere Umgebung zu haben.

Einige schrieben mir, dass eine Workation bei ihnen nicht funktioniert und sie nicht viel umgesetzt kriegen. Die Gründe liegen meistens in der Vorbereitung, wenn man sich vorab gar keine richtigen Gedanken darüber gemacht hat, was man eigentlich machen will. Oder es hat irgendwas in der Ausstattung gefehlt. Deshalb ist die Vorbereitung so wichtig, damit du – von wo auch immer – relaxt arbeiten kannst.

Ortsunabhängig Arbeiten = Digitale Nomadin?

Das ortsunabhängige Arbeiten bei einer Workation ist eine meiner Lieblingsarbeitsformen. Ich bin keine digitale Nomadin. Das ist gar nicht mein Ziel. Aber ab und zu im Jahr mal ein paar Wochen – oder selbst wenn es nur ein paar Tage sind – einfach rauszukommen und woanders zu arbeiten, beim Arbeiten vielleicht aufs Meer gucken zu können, das ist grandios. Ich kann das wirklich sehr empfehlen.

Zu Anfang der Folge habe ich eine Checkliste angesprochen. Diese kannst du dir kostenfrei direkt hier herunterladen. Speichere sie dir ab oder drucke sie aus, ergänze sie vielleicht mit weiteren Punkten, die für dich relevant sind. Dann bist du optimal vorbereitet, wenn es auch für dich heißt ortsunabhängig arbeiten auf deiner nächsten Workation.

Checkliste ortsunabhängiges Arbeiten

Herzliche Grüße & let´s LEARN and CREATE online!

Simone Weissenbach

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Die Links zur Folge für dich

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Podcastfolge 16: Wie ortsunabhängig kann ein Trainerbusiness wirklich sein?

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