Ich möchte heute für dich eine sehr typische Frage meiner Kunden klären: „Wie lange sollte mein Video im Online-Kurs optimaler Weise sein?“ Gibt es überhaupt eine perfekte Dauer?

Diese Frage bekomme ich nahezu von jedem meiner Kunden gestellt. Wenn du mich schon länger kennst, dann wirst du jetzt sicherlich wissen, dass du bei mir sehr selten schwarz-weiß-Antworten bekommst. Pauschal lässt sich eine solche Frage nur sehr schwer beantworten. Ich möchte dir heute ein wenig mehr darüber erzählen, ob es aus meiner Sicht auf die Länge eines Videos ankommt oder eben auch nicht.

Videos helfen dir eine persönliche Bindung zu deinen Teilnehmern aufzubauen

Videos sind für mich eine der besten Methoden, um mit den Teilnehmern eines Kurses in “echten” Kontakt zu treten. Natürlich kommt es ein wenig darauf an, wie du diese Methode benutzt. Beispielsweise besteht die Möglichkeit lediglich im Hintergrund zu sprechen und die Präsentation als Filmmaterial zu verwenden. Du kannst dich aber auch, wenn du das möchtest, im Video über die Webcam zeigen – parallel zur Präsentation, komplett oder auch im Wechsel.

Ich selbst wechsle sehr gerne zwischen den beiden Möglichkeiten mich entweder, während ich mit einer Präsentation arbeite, in klein am Bildschirmrand zu zeigen oder mich als Trainer im Vollmodus zu zeigen. Durch den Fokuswechsel kann ich besonders schön die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf mich ziehen, denn gerade online ist die Ablenkung oft größer als beim Seminar vor Ort. Ich verwende bei dieser Art von Videoproduktion sehr gerne das Tool Camtasia, welches sich auch hervorragend für die Videonachbearbeitung eignet.

Und wie lange sollten sie denn jetzt sein, die Videos?

Klar könnte man jetzt darauf schließen, dass es vorteilhaft ist ein sehr, sehr kurzes Video zu machen, um die Aufmerksamkeitsspanne möglichst hoch zu halten. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Grundsätzlich gilt, dass Videos nicht unbedingt besser werden, je länger diese sind. Als Faustregel möchte ich dir auf den Weg geben deine Videos so kurz wie möglich und so lang wie nötig zu gestalten.

Für mich gilt außerdem, dass die optimale Länge deiner Videos sehr stark von den Inhalten abhängt, die du vermitteln möchtest. Inhalte lassen sich grundsätzlich in sogenannte Mikro- und Makroinhalte einteilen. Mikroinhalte sind Inhalte, die du ganz konkret beschreibst und zeigst, beispielsweise durch kleine Übungen. Eine Kundin von mir, welche du bereits aus einem Interview einer vorangegangenen Folge kennst, nutzt für ihre Hundeschule gezielt sehr kurze Videos zwischen zwei oder drei Minuten Dauer, um ihren Teilnehmern einzelne Erziehungsübungen für den Hund zu zeigen. Makroinhalte hingegen brauchen mehr Kontext und Erklärungen. Dadurch werden die Videos selbstverständlich etwas länger und sind oft zwischen 10 und 30 Minuten lang.

Natürlich gibt es auch deutlich längere Videos, aber diesen Fehler habe ich selbst bei der Erstellung meines ersten Online-Kurses begangen. Dort habe ich Videos aufgenommen, die gut 45 bis 60 Minuten lang waren. Für mich war es deshalb ein Fehler, weil die Aufmerksamkeitspanne der Zuhörer irgendwann erschöpft ist und die Inhalte untergehen, wenn zu viel in einem Video verpackt ist.

Was kannst du machen, wenn´s doch mal länger wird?

Natürlich kann es bei manchen Themen durchaus Sinn machen längere Videos zu erstellen. Für diesen Fall möchte ich dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie du sie trotzdem ansprechend und wertvoll für deine Teilnehmer gestalten kannst.

Überlege dir deshalb in einem ersten Schritt, was das Ziel deines Videos sein soll. Was möchtest du mit deinem Video erreichen? Möchtest du ein bestimmtes Wissen vermitteln oder deine Teilnehmer dazu befähigen etwas in die Tat umzusetzen? Anhand deiner Zielsetzung entscheidest du, welche Inhalte in das Video sollen und welche nicht. Überlege dir, welche Ergebnisse dein Teilnehmer erreichen soll und bringe ihn von seinem Ausgangspunkt A zum gewünschten Ergebnis B. Wie wichtig dieser Schritt wiederum für die Ansprache deiner Kunden ist, kannst du noch einmal in meiner letzten Podcastfolge zum Thema „Was du unbedingt tun solltest, damit deine Teilnehmer Ergebnisse erzielen“ nachlesen oder –hören.

Und das sind meine Tipps für dich

Stellst du fest, dass deine Videos der Makroinhalte sehr lange geworden sind, dann hast du im Nachgang immer noch die Möglichkeit sie in kleinere Abschnitte zu unterteilen. So kannst du beispielsweise in einem Modul auch mehrere Videos zur Verfügung stellen. In meinem letzten Online-Kurs habe ich beispielsweise pro Modul immer zwei Arten von Videos eingestellt. Im ersten Video ging es um die allgemeineren Inhalte des jeweiligen Moduls und im zweiten Video um die konkrete Umsetzung der Inhalte bzw. Werkzeuge, welche meine Teilnehmer für die Umsetzung benötigten.

Zeitangaben können außerdem helfen deine Videos besser zu strukturieren. Themen lassen sich leichter abstecken und Inhalte schneller wiederfinden.

Als kleinen Zusatzservice könntest du darüber nachdenken die Audiospur aus dem Video zu ziehen und deinen Teilnehmern zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Ich selbst bin ein großer Fan davon, mir Inhalte auch unterwegs anzuhören.

Abschließend kann ich aus meiner Sicht sagen, dass es nicht „DIE optimale Länge“ für Videos in deinem Online-Kurs gibt. Als grobe Faustformel lässt sich jedoch sagen, dass du versuchen solltest die Länge von 30 Minuten nicht ohne zusätzliche Strukturierung (Inhalts- und Zeitangaben) zu überschreiten. Grundsätzlich gilt, wie schon gesagt: So lang, wie nötig, so kurz, wie möglich.

Dürfen eigene Erfahrungen, Geschichten und gemachte Fehler mit ins Video?

Auch diese Frage bekomme öfters von meinen Kunden gestellt, wenn es um die Erstellung von Videos geht. Auch hier kann ich dir empfehlen solche Themen sehr gerne in dein Video zu packen. Zum einen wird dein Angebot dadurch ein Stück weit persönlicher und der Lerneffekt deiner Teilnehmer steigt. Persönliche Erfahrungen oder Fehler lassen sich oft viel leichter merken lassen als allein graue Theorie. Deine Videos werden menschlicher und spannender. Dein Zuschauer hört dir gerne zu und die Inhalte werden kurzweiliger.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Erstellen deines ersten Videos. Und nur Mut, ich selbst habe für die Erstellung meines ersten Videos über 50 Anläufe gebraucht. 😉

Herzliche Grüße

Simone Weissenbach

PS: Du hast Interesse daran dich für mein kostenloses Live-Mentoring im Podcast zu bewerben? Dann schaue gerne einmal hier vorbei und lass mir deine Fragen im Dokument zukommen. Sollte ich mich für ein gemeinsames Gespräch mit dir entscheiden, dann hast du völlig kostenlos die Möglichkeit dich von mir und meinem geballten Wissen beraten zu lassen. Unser Gespräch wird im Anschluss daran im Podcast veröffentlicht. Ich bin überzeugt, dass man gemeinsam in der Gruppe an Fragen anderer sehr gut lernen kann.

Die Links zur Folge für dich

Das Tool Camtasia eignet sich hervorragend für die Videoerstellung und -bearbeitung

Claudia nutzt in ihrer Online-Hundeschule gezielt Video von 2 bis 3 Minuten Dauer, um Makroinhalte zu vermitteln

Meine letzte Podcastfolge: “Was du unbedingt tun solltest, damit deine Teilnehmer Ergebnisse erzielen”

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