In den letzten Folgen ging es viel um dein Business, dein System und deine Einzigartigkeit. Dies soll die Basis für alles sein, was du in deinem Business tust.

Je mehr DU einfach DU bist und dein System auf dich anpasst, desto einfacher wird dir deine Arbeit von der Hand gehen – und vor allem umso nachhaltiger wird sie werden. Das gelingt dir, indem du dir eben nicht unnötig Gedanken darüber machst, wie du dich darstellen möchtest, sondern indem du einfach bist wie du bist und genau das in dein Business einbringst.

Solltest du damit noch nicht so weit vorangekommen sein, dann lese oder höre gerne noch einmal in meine letzte und vorletzte Podcastfolge rein, in denen ich dir meine Tipps mitgebe.

Was gehört in deinen Online-Kurs und was nicht?

Ich möchte dir meinen Weg zeigen, wie du für deinen Online-Kurs die richtigen Inhalte findest, nämlich die, die deine Teilnehmer wirklich brauchen.

In vielen Online-Kursen, die ich kennengelernt habe, musste ich feststellen, dass die Kurse oft nicht auf den Punkt kommen. Das Ziel des Online-Kurses war nicht klar. Oder ich dachte, das Ziel sei ein anderes als das des Autors/ der Autorin. Häufig bearbeiteten sie Inhalte, die zwar gut waren, doch sie passten nicht recht in den Kurs. Für den Teilnehmer im Kurs ist das mühsam, denn er investiert Zeit, befasst sich mit den Inhalten und bemerkt dann nach und nach, dass der Inhalt gar nicht zum Thema passt, bzw. nicht nötig gewesen wäre.

Wenn du Online-Kurse entwickelst, ist es deine Aufgabe, die richtigen Inhalte auszuwählen. DU bist der Experte für dein Thema und kannst entscheiden, was jemand für dein Thema bzw. viel wichtiger: für das jeweilige Kursziel braucht und was nicht. Es ist selten gut, einfach alles in den Kurs zupacken, woraufhin sich der Teilnehmer dann aussuchen kann, was er möglicherweise braucht und was nicht. Das kann dein Teilnehmer meistens noch gar nicht entscheiden. Dafür muss er viel mehr Zeit investieren, das rauszufinden und die Inhalte zu sortieren.

Wenn jemand deinen Kurs kauft, macht er dies aus dem Grund, dass er über das Thema noch nicht viel weiß. Es ist deine Aufgabe, die Person durch den Kurs zu führen. Und zwar nicht so, dass derjenige viel Zeit investieren muss, sondern so, dass er effektiv und effizient sein Kursziel erreicht. Ein Onlinekurs ist nicht besser oder wertvoller, je umfangreicher er ist!

Manchmal ist es unglaublich schwer zu entscheiden, was in einen Kurs reingehört und was nicht. Irgendwo sind alle Inhalte interessant und hängen auch alle irgendwie miteinander zusammen. Das bedeutet jedoch nicht, dass du alles, was du kannst und weißt, in einen einzigen Kurs reinstecken musst oder solltest. Das meiste, was du vermitteln möchtest, ist sicher wichtig, aber eben nicht unbedingt für dieses eine Angebot.

Meine Methode – so wähle ich relevante Inhalte aus

Mein bester Tipp, wie du genau die richtigen Kursinhalte auswählst (denn ich weiß, wie schwierig das sein kann! Meine ersten Kurse waren auch viel zu umfangreich…):

Erstelle deine Kursstruktur rückwärts!

Im ersten Schritt überlegst du dir, was das Gesamtziel des Kurses sein soll. Was soll der Teilnehmer am Ende können und/ oder wissen?

Dann überlegst du dir, was dein Teilnehmer vorher wissen oder können muss, um dieses Endziel zu erreichen. Das ist dann das Modul davor. Auch hier legst du wieder ein Modulziel fest. Als nächstes überlegst du, was dein Teilnehmer lernen muss, um das Modulziel zu erreichen. Das sind wieder die Inhalte, die davor kommen sollten. So gehst du vom Endziel nach vorne. Du entscheidest dich immer nur für die Integration von Inhalten, die ein Teilnehmer für die jeweiligen Ziele braucht. Nichts anderes.

Um die Ziele und das Vorwissen richtig einschätzen zu können, ist es wichtig, dass du genau weißt, wer der ideale Teilnehmer für deinen Kurs ist.

Viele versuchen, Anfänger und Fortgeschrittene mit dem gleichen Kurs abzuholen. Das führt allerdings leider oft dazu, dass fortgeschrittene Teilnehmer Inhalte finden, die sie eigentlich gar nicht brauchen, weil sie diese schon kennen. Oft sind die Module nicht entsprechend gekennzeichnet, sodass ich als Fortgeschrittener gleich erkennen kann, ob ich den Kurs brauche oder nicht. Ich muss mir das zuerst anhören, um dann gegebenenfalls festzustellen, dass ich aus diesem Kurs nichts Neues lernen kann. Das ist schade und unnötig.

Vor kurzem habe ich einen Kurs gemacht, in dem über 53 Stunden Videomaterial enthalten war. Irgendwann dachte ich, ich drehe durch. Ich wollte zwar mehr zu diesem Thema wissen, merkte aber, dass es in meinem Business keine so große Priorität hat, dass ich da über 50 Stunden investieren möchte, sondern eher einen „side-topic“ ist. Stundenlang hatte ich schon Videos gesehen und gehört. Der Kurs hatte insgesamt zehn oder elf Module und erst im neunten kam dann so etwas wie: „Und jetzt kommt das, auf das alle gewartet haben.“ Ich fragte mich, wofür wir dann erst neun Module brauchen und der Part davor nicht so gekürzt werden konnte, um gleich zu den wesentlichen Punkten zu kommen.

Rede nicht lange um den heißen Brei herum – bringe deine Inhalte auf den Punkt

Um einen knackigen Kurs zu ermöglichen, ist es wichtig, dass du dir vorher überlegst, was die Teilnehmer mit deinem Kurs erreichen sollen und wo dein optimaler Teilnehmer jetzt steht. Ich empfehle dir, keinen Kurs zu machen, der sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene ist. Differenziere und verdeutliche für wen der Kurs bestimmt ist. Anderenfalls hast du frustrierte Kunden.

Dein Ausgangspunkt ist immer der Stand deines (idealen) Teilnehmers. Auf der anderen Seite hast du das Ziel, das jemand verfolgt, wenn er deinen Kurs kauft. Dazwischen ist eine Lücke. Dein Ziel ist es, mit den Kursinhalten diese Lücke zu füllen. Jetzt machst du dir Gedanken darüber, was jemand vorher wissen muss, um dieses Ziel zu erreichen. Überlege dir, was derjenige bereits im Vorfeld wissen sollte, um neues Wissen zu erlangen. So gehst du von dem letzten Punkt rückwärts immer weiter zurück, bis du am Startpunkt deines idealen Kunden angelangt bist. Das ist es, was ich mit “erstelle deine Kursstruktur rückwärts” meine.

Anders gesagt: Du füllst die Lücken zwischen A (Startpunkt) und B (Ziel des Kurses)

Um alles zu vereinfachen, empfehle ich dir, das Ganze nicht nur für den gesamten Kurs zu machen, sondern für jedes Modul oder jede Lektion. Falls du jetzt denkst, dass das zu viel Arbeit ist: Es kann recht fix gehen oder etwas dauern, aber es führt dazu, dass du die richtigen Inhalte für deinen Online-Kurs auswählst. Das sind die Inhalte, die deinen idealen Kunden zum optimalen Ziel des Kurses bringen. In Summe sparst du sogar vermutlich jede Menge Zeit, weil du keine “falschen” Inhalte entwickelst und produzierst.

Dein Kunde hat nichts davon, wenn du alles reinpackst, was du weißt. Wenn er deinen Kurs macht, ist er noch nicht in der Lage zu differenzieren, was er jetzt genau braucht und was nicht. Es ist deine Aufgabe, ihm die richtigen Inhalte an die Hand zu geben und nicht alle.

Wenn du das Gesamt- und die Modulziele und – inhalte rückwärts durchgegangen bist, bekommst du eine grobe Modul-Struktur. Und wenn du die Module dann jedes für sich noch einmal durchgehst und überlegst, was der Teilnehmer vor und nach dem Modul wissen sollte, hast du deine Kursstruktur entwickelt.

Im Anschluss daran ist es wichtig, deinen Kurs noch einmal “vorwärts” zu prüfen. Du überlegst dir bei jedem Schritt, ob er Sinn macht und logisch ist. Wenn du irgendwo das Gefühl hast, es würde noch etwas fehlen, dann integriere es. Auch wenn du meinst, dass irgendetwas doch eher überflüssig ist, dann nimm es lieber raus.

Mit dem Vorgehen kannst du leicht die richtigen Inhalte für deinen Online-Kurs festlegen

Nochmal kurz zusammengefasst:

  1. Lege fest, wer der ideale Kunde für deinen Kurs ist.
  2. Was soll der Teilnehmer am Ende deines Kurses wissen oder können?
  3. Gehe dann vom Ziel aus rückwärts, bis du am Startpunkt deines Kunden angekommen bist. Mache es genauso für die Module oder Lektionen und
  4. prüfe zum Schluss noch einmal gegen.

Mit dieser Methode kannst du die Inhalte für deinen Online-Kurs einfach und zielführend erstellen. So vermeidest du, dass du schnell von Hundertsten ins Tausendste kommst. Wenn wir die Sichtweise umdrehen, von hinten nach vorne den Kurs aufbauen und Lücken füllen, ist der Kurs oft viel überschaubarer und enthält genau die Inhalte, die deine Teilnehmer wirklich brauchen.

Herzliche Grüße & let´s LEARN and CREATE online!

Simone Weissenbach

Die Links zur Folge für dich

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