„Ich bin Unternehmerin.“ So kurz und knapp trifft das zu, aber ich bin es eben nicht NUR.

Ich bin auch Business-Mentorin, Dozentin, Autorin, Kreative und Strategin – und noch so einiges mehr ;-). Hauptsächlich ging es in meiner letzten Folge jedoch darum, sich generell erst einmal darüber klar zu werden, dass wir (auch) Unternehmer sind. Wir müssen es sein, um unser Business aufzubauen und die Tätigkeit, die wir am meisten lieben, wirklich langfristig und auf Dauer ausüben zu können.

Mehr Freiheit durch Struktur und Ordnung

Vor einigen Jahren war es noch so, dass ich in meinem Unternehmen mehr Themen umgesetzt habe. Die Themen Online-Business und vor allem Online-Kurse fand ich sehr spannend. Ich habe jeden Tag dazu gelernt. Im Laufe der Jahre habe ich Online-Programme und Online-Kurse angeboten. Hinzu kamen nach und nach das Business-Mentoring oder auch VIP-Tage und noch so einiges mehr. Es kam ständig etwas dazu – weitere Formate und immer mehr Social Media-Kanäle. Dadurch wurde allerdings auch meine To-do-Liste immer länger. Der Stapel der Projekte wuchs in ungeahnte Höhen und es fühlte sich so an, als wäre ich nur noch am Jonglieren. Ganz gleich, in welchem Thema ich auch arbeitete: Ich hatte den Eindruck, dass ein anderes irgendwie auf der Strecke blieb.

Die Themen und Bausteine an sich haben prima funktioniert. Ich habe meine Online-Kurse und Mentorings verkauft. Theoretisch hat alles gut gepasst. Doch obwohl es immer mehr geworden ist, habe ich immer noch mehr mit dazu genommen. Ganz lange hatte ich sogar das Gefühl, als ob irgendetwas in meinem Business noch immer fehlen würde. Ich war immer noch auf der Suche.

Alles was ich gemacht und angeboten habe, hat nicht so ineinandergegriffen, wie ich es mir wünschte. Ich vergleiche es immer gerne mit den Teilen eines Puzzles. Jedes einzelne Puzzleteil für sich passt soweit. Aber zusammen ergaben sie kein stimmiges Bild. Doch irgendwann wurde mir klar, dass es mittlerweile sogar viel zu viele Teile waren. Teile, die gar nicht zu “meinem Puzzle” gehörten.

Damals habe ich mit meinem Mentor gesprochen und fragte ihn, was er dazu meint. Ich sagte ihm, dass ich das Gefühl habe, dass noch irgendwas fehlt, aber gleichzeitig auch denke, dass ich viel zu viel habe. „Wenn du das Gefühl hast, dass möglicherweise etwas zu viel ist, dann ist es das in der Regel auch.“ Das waren seine Worte. Er hat mir geraten, dass ich für mich alles einmal sortieren soll, um herauszufinden, was ich überhaupt alles mache und wie es ineinandergreift, bzw. noch zu wenig ineinandergreift.  Er hat mir empfohlen den Status Quo zu analysieren, um dann im nächsten Schritt entscheiden zu können, was bleiben darf, was gehen muss oder ob tatsächlich noch etwas fehlt.

Die Geschichte der Post- its

Ich liebe es, die Dinge visuell darzustellen. So habe ich alle Bestandteile meines Unternehmens auf Post-ist geschrieben. Alle Angebote, die ich hatte, und alle Medien und Formate, die ich nutzte, habe ich jeweils auf einen Post-it geschrieben und dann an meine Pinnwand geklebt. Im Anschluss daran versuchte ich, die ganzen Post-its in eine Struktur zu bringen. Ich überlegte mir, wie sie miteinander zusammenhängen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen. So sah ich ganz deutlich, was ich überhaupt alles hatte und machte. Erst jetzt wurde mir völlig klar, dass da einfach viel zu viele Post-its und Kanäle hingen. Mir wurde klar, woher mein Gefühl kam. Es war viel zu viel, aber gleichzeitig griffen die einzelnen Teile nicht so ineinander, dass sie sich gegenseitig positiv beeinflussten, sondern so, dass jedes für sich viel Energie und Zeit brauchte – zu viel.

In meiner letzten Folge hatte ich betont, wie wichtig es ist, nicht nur Trainer beziehungsweise Coach zu sein, sondern eben auch Unternehmer/Unternehmerin. Bei dem Blick auf die vielen kleinen Notizzettel wurde mir klar, dass es unternehmerisch so keinen Sinn machen kann. Ich hatte zwar Themen und dafür auch Mitarbeiter, die mich unterstützten, aber ich machte auch unglaublich viel selbst. Doch ich stellte fest, dass ich nicht alles in der Qualität machen kann, wie ich es gern möchte. Also überlegte ich mir, wohin ich eigentlich mit meinem Business wollte. Ich musste mir über meine Ziele bewusst werden und darüber, wo ich am Ende des Jahres stehen will. Die beste Methode dafür war, alles zu notieren und zu planen – wie schon erklärt in der Podcast-Folge 71.

Ich habe mir mein Ziel noch einmal vor Augen geführt und auch die Schritte, die mich da hinbringen würden. Dann habe ich die Post-its, die zu meinem Ziel führten, noch einmal auf ein neues Blatt geklebt. In dem Moment war das Ganze plötzlich so viel leichter, denn es waren viel weniger Post-its und viel übersichtlicher. Ich habe direkt gesehen, wie die verschieden Bereiche ineinandergreifen und zu meinem Ziel führen. Schlussendlich hat mein gesamtes Business auf eine A4-Seite gepasst. Wie viel Wahrheit doch in dem Sprichwort „weniger ist mehr“ steckt. Es macht Sinn und führt genau dorthin, wo ich meine Strategien finde.

Ich habe mein System gefunden

Wenn ich jetzt das Vorher und das Nachher einander gegenüberstelle, kann ich schlicht und ergreifend sagen: Allein nur beim Draufschauen war es auf einmal so viel leichter. Ich sah, dass es machbar ist. Ich wusste die Schritte, die ich gehen musste, um dort hinzukommen, wohin ich wollte. Das war vorher einfach unmöglich, da ich zu viele verschiedene Bausteine hatte. Mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar, an welchem Zahnrad ich drehen müsste, um mein Ziel zu erreichen.

So habe ich mein System entwickelt, welches für mich gut funktioniert. Eigentlich hatte ich schon früher eine Art und Weise gefunden, mit Systemen auf meine Art umzugehen. Ich habe in meiner Dissertation ganz viele verschiedene Systemen untersucht und dabei festgestellt, dass keines richtig gut für mich gepasst hat. Gewisse Bestandteile waren bei einigen Systemen prima, andere wiederum weniger. Also habe ich in der Dissertation mein eigenes System zusammengestellt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses fand das gar nicht gut. Er fragte mich, wie ich auf die Idee kommen konnte, einzelne Teile von den Systemen auseinanderzunehmen und einfach etwas ganz anderes zusammenzustellen. „Das macht man nicht!“ meinte er zu mir.

Ich habe es aber gemacht – und meinen Doktortitel trotzdem bekommen ;-)

Und genau das habe ich jetzt auch für mein Business gemacht: „MEIN System“. Es war mir gleichgültig, was die anderen dachten und was da drin sein sollte oder nicht. Es wurde einfach mein eigenes auf mich angepasstes System – mit den Bestandteilen, die mich zu meinen Zielen führten.

Warum ist das System so wichtig?

Das System gibt dir eine Struktur und einen Rahmen für alles, was du tust.

Wenn ich zum Beispiel neue Online-Kurse plane, dann mache ich innerlich immer einen schnellen System-Check und überlege, ob es Sinn macht, was und wie ich es vorhabe.

Entweder entsteht in meinem Kopf ein klares „Ja, es macht Sinn.“, dann wird es auch ein Projekt und kommt in die Umsetzung, oder ich merke, dass es so keinen Sinn ergibt. In dem Fall lasse ich es sein. Manchmal denke ich allerdings trotzdem, dass ich es gerne machen würde. Früher hätte ich es auch einfach gemacht – ganz gleich, ob das Thema passt oder nicht. Doch jetzt überlege ich, wie ich es vielleicht anpass kann, damit es zu meinem Business passt. So kann ich sichergehen, dass ich nicht nur ganz viel Zeit investiere in etwas, das mich nur beschäftigt, mich aber gar nicht zu meinem Ziel bringt.  Ich weiß, dass es ineinandergreift. Genau das macht den großen Unterschied zum Vorher. Alle Bestandteile passen zusammen und beeinflussen sich positiv.

Ein System gibt dir einen Leitfaden. Du erkennst, ob etwas Sinn macht. Du kannst alles in eine geordnete Bahn leiten. Es verhilft dir zu einem effektiveren und effizienteren Unternehmen. Deine Power, deine Energie und deine Kreativität gehen in eine Richtung und sind nicht so verstreut.

Das System bringt dir Sicherheit, Orientierung, Zeit und somit auch Freiheit – Freiheit innerhalb deines Systems.

Wie schon gesagt: Es geht hier um mein System, dein System und die Geschichte der Post-its. Ich habe dir jetzt von den Post-its erzählt und von meinem System. Aber viel wichtiger ist dein System. Es kann ganz anders aufgebaut sein als meines. Das Entscheidende ist, dass es zu dir passt und dass die Bestandteile deiner Ziele alle ineinandergreifen.

Ich lade dich ganz herzlich dazu ein, das Post-its-Spiel für dich und dein Business auszuprobieren:

  1. Schreibe alle Bestandteile deines Business (Angebote, Themen, Formate, Social Media Kanäle, Marketingmaßnahmen,…) auf.
  2. Mach dir deine Ziele der jeweiligen Bestandteile bewusst (z.B. Umsatz generieren, Bekanntheit steigern, Vertrauen aufbauen, …) und prüfe, welche deiner Puzzle-Teilchen sich gegenseitig positiv beeinflussen.

Du wirst so weniger Arbeit haben. Deine Energie und dein Fokus werden sich nicht mehr auf viele verschiedene Themen verteilen. Außerdem wird dich dein System weniger Zeit und Energie kosten und vor allen Dingen zielführender sein. Deine ganze Kreativität kannst du in deinem Rahmen ausleben und wirst feststellen, dass du mit deinem Unternehmen noch viel erfolgreicher sein kannst. Du wirst einfacher erfolgreich sein.

Wie du dich in deinem Business mehr einbringen kannst“ – darum wird es in der nächsten Podcast-Episode gehen. Und auch das ist Teil deines Systems. Du hebst dich langfristig nur von anderen Unternehmen ab durch das, was du tust und wie du bist. Durch dich. Deswegen ist es so unglaublich wichtig, dass du dich als Person in dein Business einbringst.

Es ist leicht gesagt, doch die Frage ist: Wie funktioniert das? Dazu habe ich für dich wieder jede Menge Ideen und Tipps, die du wie immer an dich und dein Unternehmen anpassen kannst (und sollst!)

Herzliche Grüße & let´s LEARN and CREATE online!

Simone Weissenbach

PS: Übrigens, wenn du dir Unterstützung bei der Entwicklung deines ganz individuellen Systems, dass dich nicht mehr nur Kraft und Energie kostet, wünschst, dann schreibe mir gerne eine Nachricht an sw@simoneweissenbach.com und wir besprechen ob und wie ich dich am besten dabei unterstützen kann.

Die Links zur Folge für dich

Hier kannst du meine vorherige Folge reinhören oder lesen und erfährst warum ich eben nicht nur Coach/Trainer bin

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