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In meiner heutigen Folge zur Mini Serie Online-Formate geht es um das Thema Online-Kurse. Ich empfehle dir meine Übersichtsfolge aus der letzten Woche gehört oder gelesen zu haben, da ich heute auf deren Inhalte konkreter eingehe.

Was sind Online-Kurse?

Wenn es um das Thema Online-Formate für Trainer geht, ist der Online-Kurs vermutlich die erste Idee, die dir spontan einfällt. Diese Kurse entsprechen Präsenztrainings am ehesten. Aus meiner Sicht sind Online-Kurse eine „eierlegende Wollmilchsau“. 😉 Sie sind einfach und in sehr vielen unterschiedlichen Varianten realisierbar.

Grundsätzlich geht es bei Online-Kursen darum bestimmte Inhalte in Module und Lektionen aufzuteilen und konkrete Lernziele zu vermitteln.

Varianten

Bei Online-Kursen solltest du zunächst entscheiden, ob du einen betreuten oder einen Selbstlernkurs erstellen möchtest. Betreute Online-Kurse können sowohl einzeln als auch in der Gruppe stattfinden. Einzeln bedeutet in diesem Zusammenhang, dass deine Teilnehmer zu jeder Zeit den Kurs kaufen und beginnen können. Eine zusätzliche 1:1 Betreuung durch dich ist denkbar.

Selbstlern-Kurse sind oft die Wunschlösung vieler Trainer, denn es erweckt die Idee im Schlaf Geld verdienen zu können. Sie können dir dabei behilflich sein, Basic-Themen, die bei deinen Kunden immer wieder aufkommen, in Form von Online-Modulen zu vermitteln und bieten dir so eine Grundlage für eine spätere oder parallele 1:1 Zusammenarbeit mit deinen Kunden.

Bei der Erstellung eines Online-Kurses hast du die Wahl aus einer Unmenge an verschiedenen Medien. Du könntest deinen Kurs beispielsweise als E-Mail-Kurs anbieten. Deine Teilnehmer erhalten schriftlich in einem Mitgliederbereich die Unterrichtsmaterialien. Du kannst aber auch überlegen Audios oder Videos einzubauen. Ebenso ist es möglich diese Medien untereinander zu kombinieren. So sprichst du verschiedene Lerntypen an und schaffst zusätzlichen Mehrwert. Wähle diese Kombinationen „sinn“-voll aus und informiere deine Teilnehmer vorher über die verwendeten Medien. Wenn dein Teilnehmer weiß, dass er sehr visuell veranlagt ist, wird er vermutlich mit einem reinen Audio-Kurs nicht glücklich.

Sollten für dich und deine Lerninhalte mehrere Medienarten in Frage kommen, dann schau welches Medium es dir leicht macht deinen Inhalt für dich umzusetzen. Mir selbst fiel es am Anfang besonders schwer Videos zu erstellen, die für mich einigermaßen akzeptabel waren. Inzwischen mache ich sie aber sehr gerne. Oft lohnt es sich, den Dingen eine Chance zu geben. 🙂

Gerade bei betreuten Kursen kann es Sinn machen, Live-Elemente einzubauen, wie zum Beispiel sogenannte Live-Calls in Gruppen. Denke bei der Einzelbetreuung darüber nach ein Live-Coaching im Kurs einzubauen. Ein weiteres Live-Element sind zum Beispiel Webinare.

Live-Elemente sind für mich in einem Online-Kurs sehr wertvoll, da sie den gemeinsamen Austausch fördern und die Arbeit in der Gruppe im Mittelpunkt steht. Die Teilnehmer stellen individuelle Fragen und arbeiten so an ihren ganz individuellen Knackpunkten.

Wann ist das Format geeignet?

Online-Kurse können aus meiner Sicht aufgrund ihrer hohen Flexibilität für fast alle Ziele Sinn machen. Entscheide dich aber nur dann für die Erstellung eines Online-Kurses, wenn du auch ausreichend Zeit für die Vorbereitung hast. Solltest du noch wenig Erfahrung haben dann empfehle ich dir deinen Kurs nicht „on-the-fly“ zu kreieren, sondern ihn erst deinen Kunden vorzustellen, wenn du zumindest die “Basis-Version” des Kurses fertig erstellt hast. Sonst machst du dir – vor allem bei deinem ersten Online-Kurs – unnötigen Druck.

Besonders geeignet ist dieses Format wenn du planst Inhalte wieder und wieder zu verwenden. Du erstellst einmal den Kurs und bringst ihn an vielen verschiedenen Stellen und Kunden zum Einsatz. Auch bei Arbeit mit Gruppen solltest du über dieses Format nachdenken.

Skalierbarkeit und Aufwand

Die Skalierbarkeit bei betreuten Online-Kursen hängt stark von deiner persönlichen Betreuung ab. Reine Selbstlernkurse, die du automatisiert verkaufst,  bieten dir eine unendlich hohe Skalierbarkeit. Je mehr du dich persönlich einbringst, je mehr Live-Elemente du einbaust, umso geringer wird deine Skalierbarkeit.

Der Aufwand für die Erstellung eines Online-Kurses ist je nach Konzept und Medienauswahl eher hoch.

Sinnvolle Tools

An erster Stelle geht es hier um die Frage deines “Kurs-Zuhauses”. Grundsätzlich hast du hier zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kannst du deinen Kurs auf deiner eigenen Seite unterbringen, welche vielleicht auf WordPress-Basis aufgebaut ist. Es gibt aber auch verschiedene Plattformen, sogenannten „All-Inklusive-Lösungen“ die deinen Online-Kurs für dich abbilden. Es erleichtert dir die erste Erstellung, aber es bringt dir auch zusätzliche monatliche Gebühren.

Bei deiner eigenen Seite bist du um einiges flexibler und entscheidest selbst wie die Darstellung deines Kurs später aussehen soll. Auf der anderen Seite ist es auch mit einem recht hohen zeitlichen Aufwand verbunden. Es besteht die Gefahr mehr Fehler zu begehen, da du mit vielen, unterschiedlichen Plugins arbeiten wirst. Für meine eigenen Angebote favorisiere ich jedoch diese Variante. Ich bin unabhängig und frei in meiner Gestaltung. Ich arbeite sehr gerne mit der Kombination Digimember und Digistore24 zusammen.

Bei den „All-Inklusiv-Lösungen“ finden sich Anbieter wie zum Beispiel elopage, e-Mentor oder spreadmind. Je nach Leistungsumfang, den du benötigst ist die Nutzung dieser Anbieter mit teilweise recht hohen Kosten verknüpft. Solltest du jedoch am Anfang deines Online-Business stehen, können diese Anbieter für dich zum Vorteil sein, da du schneller zum Ergebnis kommst und die Einrichtung einfacher ist.

Bei Videos arbeite ich sehr gerne mit dem Tool Camtasia. Mit diesem Tool habe ich die Möglichkeit ein Video mit mir zu drehen, eine Bildschirmübertragung zu erstellen oder auch eine Kombination aus beidem zu kreieren. Ich benutze sehr gerne ein externes Mikrofon, da mein eingebautes Mikrofon am Laptop einfach zu schlecht ist. Für eine gute Auflösung verwende ich eine externe Webcam. Du kannst auch überlegen dein Smartphone für die Videoaufnahme zu verwenden. Achte jedoch darauf die Hauptkamera zu verwenden und nicht die Selfie-Kamera, da sich die Auflösung meistens stark unterscheidet.

Bei Audios habe ich wiederum mein externes Mikro im Einsatz und nutze das kostenfreie Tool audacity – sowohl für die Aufnahme als auch für die spätere Bearbeitung.

Für schriftliche Unterlagen erstelle ich Präsentationen gerne über PowerPoint und nutze diese später auch bei der Videoproduktion. Außerdem nutze ich immer noch sehr gerne Word, verwandle die Dokumente danach in allgemeine pdf-Dokumente und stelle diese meinen Teilnehmern zu Verfügung.

Falls du überlegst deine Dateien mit auf deine Homepage zu stellen, kann es Sinn machen über einen zusätzlichen Hosting-Anbieter nachzudenken. Hier bietet sich beispielsweise Vimeo für Video an, denn gerade Audio- und Videodateien sind oft sehr groß und würden die Geschwindigkeit deiner Seite unnötig belasten.

Beim Zahlungsanbieter arbeite ich wie bereits erwähnt sehr gerne mit Digistore24 zusammen.

Erste Schritte

Mach dir zu allererst Gedanken darüber wer deine Zielgruppe ist. Überlege dir dann welche Lernziele deine Teilnehmer am Ende des Kurses erreichen sollen. Darauf baust du deine Inhalte auf. Mein Tipp für die Auswahl deiner Inhalte – erstelle eine Mindmap. Fokussiere dich bei der Erstellung zunächst auf deine absoluten Must-haves, um dich nicht zu verzetteln.

Die Mindmap hilft dir dabei sinnvolle Module und Lektionen zu definieren. Wähle danach die Medien aus, welche du für die Erstellung deiner Inhalte verwenden willst, aus. Überlege dir im Anschluss ob du mit deiner eigenen Seite oder einer „All-Inklusiv-Lösung“ arbeiten willst und leg los!

Tipps

  1. Weniger ist mehr! Fokussiere dich auf deine absoluten Must-haves und reserviere die Nice-to-haves für später.
  2. Beachte die Besonderheiten der Online-Didaktik. Schließlich macht es einen Unterschied, ob du deine Teilnehmer zusammen in einem Seminarraum vor Ort betreust oder ob deine Teilnehmer die Kursinhalte für sich zuhause bearbeiten. Die Ablenkung ist viel größer und Reaktionen asynchron. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du deinen Kurs sinnvoll und wirkungsvoll aufbaust. Kleiner Einheiten können auch hier sehr hilfreich sein.
  3. Führe einen Beta-Test nach der Erstellung deines Kurses durch. Die Beta-Version kannst du kostenlos oder vergünstigt anbieten, um Rückmeldung deiner Kunden zu bekommen. Diese verwendest du, um Kursinhalte zu optimieren oder Testimonials zu erstellen.

Dies war der zweite Teil der Mini-Serie “Online-Formate”. Nächste Woche geht es weiter mit Teil drei und dem Thema Online-Beratung und -Coaching.

Und? Ist ein Online-Kurs für dich ein interessantes Format? In welcher Variation? Schreibe mir gerne in die Kommentare. Ich bin gespannt!

Herzliche Grüße

Simone Weissenbach

Die Links zur Folge für dich

Folge 38: Serie Online-Formate 1: Überblick

Folge 13: Wie passt all mein Wissen in ein Online-Angebot? – Erstelle deine Mindmap

Tools

Digistore kann dir dabei behilflich sein deinem Online-Kurs ein Zuhause auf deiner Webseite zu geben

Für die Einrichtung eines Mitgliederbereiches kannst du parallel dazu Digimember verwenden

Elopage – Erstelle und verkaufe digitale Produkte und Zugangsbereiche

E-Shepherd ist ein Komplettsystem für Online-Coachingprogramme

Spreadmind – Digitalisiere dein Experten-Business

Camtasia als Tool für die Videoproduktion

Mit audacity kannst du Audios erstellen und bearbeiten

Mit vimeo kannst du deine Video- und Audiodatein extern hosten

Die Facebook-Gruppe zum Podcast “Erfolgreiche Online-Konzepte für Trainer”

 

 

 

 

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Simone

Ich bin Simone Weissenbach und ich unterstütze andere Trainer und begeisterte Wissensvermittler bei der Entwicklung von individuellen Online-Konzepten – damit sie mit viel Erfolg und Spaß noch mehr erreichen können. Mehr Menschen. Mehr Freiheit. Mehr Zeit. Mehr Geld.

Meine Erfahrungen und Tipps gebe ich auf meinem Blog und in meinem Podcast weiter. www.simoneweissenbach.com
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